„Zwischen Dokumentation und Selbstinszenierung. Selbstverfasste Lebensläufe von Akademiemitgliedern im transnationalen Vergleich, 1870-1955“
Der Leopoldina Akademie Freundeskreis vergibt 2022 erneut das Johann-Lorenz-Bausch-Stipendium, benannt nach dem Gründer der Akademie. 2022 geht es an die Doktorandin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Sandra Klos, M.A. in Wien. Grundlage der Entscheidung war die Empfehlung einer Gutachterkommission unter Vorsitz des Leopoldina-Mitglieds, zugleich Sprecher der Sektion Wissenschafts- und Medizingeschichte Professor Dr. Christoph Meinel.
Im Rahmen ihres Aufenthalts am Leopoldina-Zentrum für Wissenschaftszentrum ab August 2022 wird sich Sandra Klos mit dem Thema „Zwischen Dokumentation und Selbstinszenierung: Selbstverfasste Lebensläufe von Akademiemitgliedern im transnationalen Vergleich 1870-1955“ beschäftigen und dazu auch Quellen aus Archiv und Bibliothek der Leopoldina nutzen.
Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in ihr Dissertationsprojekt „Zwischen Dokumentation und Selbstinszenierung. Lebensläufe von Mitgliedern der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom späten 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts“ einfließen. Sie bearbeitet das Thema seit Oktober 2020 an der Vienna Doctoral School of Historical and Cultural Studies, Schwerpunkt: Staat, Politik, Governance in historischer Perspektive unter der Betreuung von PD Dr. phil. Johannes Feichtinger.
Das Johann-Lorenz-Bausch-Stipendium richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen oder –wissenschaftler, die im Bereich der Wissenschaftsgeschichte tätig sind. Verbunden ist es mit einem bis zu viermonatigen Aufenthalt am Leopoldina-Zentrum für Wissenschaftsforschung. Es ist monatlich, je nach Qualifikation der Stipendiatinnen bzw. Stipendiaten, für Promovierende mit 1600 €, für Postdocs mit 2300 € dotiert. Betreut wird der/die Stipendiat/in in dieser Zeit von Professor Dr. Rainer Godel, dem Leiter des Zentrums.