Ausstellung Menschen, Zeiten, Welten zu Ehren von Bernd Göbel

Seit Jahrzehnten ist der Bildhauer und Medailleur Bernd Göbel künstlerisch im Bereich der Wissenschaft für die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) tätig. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Oktober 2022 widmet die Zentrale Kustodie der MLU in Zusammenarbeit mit Archiv und Bibliothek der Leopoldina diesem wichtigsten Vertreter der halleschen Bildhauerei‐ und Medaillenschule vom 28. September bis 30. November 2022 eine gemeinsame Kabinettausstellung.

Fotos: Anna Kolata

 

So schuf Bernd Göbel im Auftrag der Leopoldina jahrzehntelang Ehrenmedaillen für deren Mitglieder, wobei jede Verdienstmedaille das individuelle Profil des Geehrten trägt. Eines der so geehrten Leopoldina-Mitglieder, Prof. Dr. Philipp U. Heitz aus Zürich, würdigte dann auch das Schaffen Göbels und dankte ihm im Namen des derzeitigen Leopoldina-Präsidenten Gerald Haug. Auch die 2009 geschaffene Gedenkstele für die in den Konzentrationslagern des Nationalsozialismus ums Leben gekommenen Leopoldina-Mitglieder wurde von Bernd Göbel gestaltet. Sie steht heute am Eingang zum Hauptgebäude der Leopoldina auf dem Jägerberg.

Zum Beitrag: Gedenkstele für die Opfer des Nationalsozialismus

 

Seit über 60 Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Freiberger in Halle (Saale). Als einer der wichtigsten Vertreter der halleschen Bildhauerei‐ und Medaillenschule hat Bernd Göbel über vier Jahrzehnte an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein gelehrt und Generationen von Studierenden geprägt. In Halle ist der Künstler sowohl für seine Auftragsarbeiten wie auch Arbeiten aus dem Privatwerk bekannt und angesehen. Insbesondere in seinem Medaillenwerk spiegelt sich die Vielfalt seines Könnens wider. Der Medailleur erhielt dafür mehrfach nationale und internationale Anerkennungen.

Ermöglicht wurde die Ausstellung dank der finanziellen Unterstützung durch den Leopoldina Akademie Freundeskreis e.V. und den Verein der Freunde und Förderer der MLU.